Humanismus - DIE moderne Alternative zur Kirche
Wir leben in einer Zeit, in der Alternativen gefragt sind. Selbstbestimmung wird in allen Bereichen des Lebens groß geschrieben. Auch Religionen und Weltanschauungen sind davon nicht ausgenommen. Die großen Kirchen verlieren ständig Mitglieder, die für sich neue Wege der Sinnfindung suchen. Einige davon bleiben bewusst ohne eine neue Bindung, andere wenden sich fundamentalistischen Sekten zu und wieder andere beschreiten den Weg in die Esoterik.
Lebensorientierung ohne Gott gefragt
Eine zahlenmäßig bedeutende Gruppe verbindet, dass sie für sich den Glauben an Gott und andere übernatürliche Vorstellungen ablehnt. Der HUMANISTISCHE VERBAND hat sich die Aufgabe gestellt, diese Menschen zu betreuen, ihnen zu zeigen, dass es Möglichkeiten einer Lebensorientierung gibt, die im Einklang mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaften steht - bei der man sich nicht verbiegen muss.
Arbeitsfelder des HUMANISTISCHEN VERBANDES
- Erklärung der Welt aus einem nicht-religiösen Blickwinkel, der frei ist von Dogmen und Denkverboten
- Entwicklung und Ausbau einer lebensnahen, eigenständigen Ethik, die auf humanistischen Grundüberzeugungen basiert
- Lebensbegleitung, Beratung und Angebot einer weltlichen Feierkultur in Familie und Gesellschaft
- Aufbau und Entwicklung eines humanistischen Beratungsangebotes in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft (Humanistische Soziale Dienste)
- Interessenvertretung kirchenfreier Menschen im gesellschaftspolitischen Raum ohne parteipolitische Fixierung
- Gesellschaftliche Durchsetzung des Rechtes auf ein Humanes Sterben und damit verbunden das Angebot einer individuellen Patientenverfügung
- Bereitstellung regelmäßiger aktueller Informationen (Zeitschrift) und eine eigenständige Literatur
- Möglichkeiten zu Kontakten mit Menschen gleicher Lebensauffassung
- Ermöglichen von Selbstbestätigung und Festigung der Erkenntnis: „Ich stehe nicht allein mit meiner aus eigener Kraft entwickelten Lebensauffassung.“
Alle Arbeitsfelder befinden sich in einem unterschiedlichen Entwicklungsstand. Dadurch, dass die Aktivitäten in weiten Bereichen hauptsächlich ehrenamtlich geleistet werden, bestehen viele Möglichkeiten der Mitwirkung, insbesondere durch Zusammenarbeit auf örtlicher Ebene, aber auch auf andere Weise.
Gemeinsam „gegen“ oder gemeinsam „für“?
Der Kirchkampf „klassischer“ Form, wie er ihn in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts durch die Vorgängerorganisationen als ein wesentliches Ziel unterstützt oder selbst betrieben wurde, ist überholt. Nur gegen etwas sein, ist nicht sehr anziehend und letztlich auch für diejenigen, die sich dafür einsetzen, nicht sehr befriedigend. Der HUMANISTISCHE VERBAND hat diese „Anti“-Phase seit langem überwunden. Selbstverständlich gehört es mit zu den Aufgaben einer humanistischen Organisation aufzuzeigen, was den bei ihnen organisierten Menschen an den Kirchen nicht behagt. Es gilt dann allerdings, die Unterschiede möglichst konkret, verständlich und sachlich darzulegen. Meist wird es sich bei den heute kritisierten Dingen um Angelegenheiten handeln, in denen die Kirchen versuchen, der gesamten Gesellschaft ihre Sicht der Dinge aufzudrücken. Es geht also vorrangig um gesellschaftspolitische Einflussnahmen, weniger um religiöse Standpunkte der Kirchen. In diesen Fällen steht dann auch das "Wofür" der Humanisten im Vordergrund. Hier ist es unverzichtbar, "Flagge" zu zeigen - nicht um der Kirchenkritik Willen, sondern um die humanistische Alternative klar und deutlich aufzuzeigen. Ein öffentliches Auftreten "für" die Durchsetzung der eigenen Ideale!